Der Bauernkrieg im Außerfern

Der Bauernkrieg im Füssener Land und Außerfern

Der Bauernkrieg von 1525 war ein epochales Ereignis, das die sozialen und politischen

Strukturen Europas grundlegend erschütterte. Angetrieben von wirtschaftlicher Not,

drückender Leibeigenschaft und der Forderung nach freier Religionsausübung erhoben sich

die Bauern. Im Allgäu schlossen sich im Frühjahr 1525 tausende Bauern zusammen. Sie

forderten ein Ende der Leibeigenschaft, niedrigere Abgaben und mehr Mitspracherechte. In

Memmingen wurden zwölf Artikel formuliert, die als erstes Grundgesetz gelten.

Im Gegensatz zum Allgäu waren das Herzogtum Bayern und das Außerfern vom Bauernkrieg

wenig betroffen. Dennoch wirkte sich der Aufstand auch auf die Grenzregionen aus. Den

Außerfernern gelang es, dass der verhasste Pfleger Gabriel von Salamanca-Ortenburg auf

Ehrenberg abgesetzt wurde. Füssen gehörte ein halbes Jahr zu Tirol, weil der Augsburger

Fürstbischof die Lechstadt nicht mit Truppen verstärken wollte. Im Juli 1525 wurden die

Bauern vernichtend geschlagen. Wenngleich der Aufstand nicht erfolgreich war, leitete er

dennoch einen Demokratisierungsprozess ein.

Als Rahmenprogramm zur Sommerausstellung „Spielball der Mächte – vom Bauernkrieg bis

zum Frieden von Füssen“ im Museum im Grünen Haus in Reutte beleuchtet Klaus

Wankmiller in einem Vortrag am Mittwoch, den 17. September 2025, um 19 Uhr die

Ereignisse rund um das Jahr 1525.

 

Bild: Ehrenberg war eine wichtige Festung auf dem Weg nach Tirol. Hier waren Truppen

stationiert, die 1525 Füssen verstärkten und ein Übergreifen des Aufstands nach Tirol

verhinderten.

Ort: Museum im Grünen Huas

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