Bayern gegen Tirol – Bayerischer Rummel (1703) und Frieden von Füssen (1745)

Bayern gegen Tirol – Bayerischer Rummel (1703) und

Frieden von Füssen (1745)

Der Spanische Erbfolgekrieg erreichte 1703 auch das Außerfern. Der geprellte bayerische
Kurfürst rückte damals über Kufstein in Tirol ein. Seine Truppen erreichten Ehrenberg.
Diesmal wurde die Festung allerdings von Zwischentoren aus angegriffen. Diese Seite war
weniger gut befestigt. So fiel Ehrenberg in bayerische Hände. Den Außerfernern gelang es
allerdings, Geschütze auf den Schlosskopf zu ziehen und die Burg zurückzuerobern.
Allerdings war man von den österreichischen Besatzern wenig begeistert. Es hieß: „Lieber
bayrisch sterben als österreichisch verderben?“ 1705 wurden die aufständischen Bauern
unter dem legendären Schmied von Kochel in der Sendlinger Mordnacht hingemetzelt.
1740 brach der Österreichische Erbfolgekrieg aus. Truppen rückten nach Hohenschwangau
vor. Ein Flurdenkmal erinnert an die Kämpfe am Bannwaldsee. 1745 wurde im neutralen
Füssen Frieden zwischen Bayern und Österreich geschlossen. Der bayerische Kurfürst
verzichtete auf die Kaiserkrone, erhielt aber in einer Geheimvereinbarung von Maria
Theresia eine Ausgleichszahlung, die ihn vor dem Staatsbankrott rettete.
Als Rahmenprogramm zur Sommerausstellung „Spielball der Mächte – vom Bauernkrieg bis
zum Frieden von Füssen“ im Museum im Grünen Haus in Reutte beleuchtet Klaus
Wankmiller in einem Vortrag am Donnerstag, den 2. Oktober 2025 um 19 Uhr die Ereignisse
rund um die Auseinandersetzungen, in der Ehrenberg eine wichtige Rolle spielte.

Bild: Ehrenberg spiele auch im Bayerischen Rummel (1703) eine wichtige Rolle.

Ort: Museum im Grünen Huas

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