Vortrag "Fotografie als Kunst - Kunst als Fotografie"

Der Museumsverein Reutte lädt am 19. September 2024 zum Vortrag "Fotografie als Kunst - Kunst als Fotografie" von Ernst Hornstein ein.

Seit der Erfindung der Fotografie im Jahr 1839 stand nicht die Technik des Mediums zur Debatte, sondern die Beziehung der Fotografie zur Kunst im Vordergrund. Der bildenden Kunst war es bis dahin vorbehalten, Wirklichkeit wiederzugeben. Die ersten Fotografien stellten dies nun jedoch infrage. Die mechanische Abbildung der Wirklichkeit, die später auch noch vervielfältigt werden konnte, schürte Ängste und wurde lange als Bedrohung der Künste angesehen.

Erste Kunstfotografien entstanden Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Bemühen, mit der Kamera die Malerei zu imitieren. Die jüngere Differenzierung zwischen künstlerischer und angewandter Fotografie hat sich etwa ab 1920 herausgebildet, indem Künstler die Fotografie als probates Mittel ihres kreativen Prozesses wählten. Der Kunstanspruch wird vom professionellen Fotografen als ästhetische Gestaltungsmöglichkeit des Mediums eingesetzt und vom bildenden Künstler, welcher die kategorischen Eigenschaften der Wirklichkeitswiedergabe der Fotografie zumeist bewusst kunstlos benützt.

Der Vortrag wird aus der Gegenüberstellung der bildenden Künste und der Fotografie den Weg der Fotografie zum Kunstwerk aufzeigen. Es werden die Frage behandelt, wann und wie wird eine Fotografie zum Kunstwerk oder nach der künstlerischen Ausdrucksform mittels Fotografie. Ebenso werden Beispiele von Fotokünstler und Künstler, die sich mit dem Medium Fotografie ausdrücken, behandelt.

Die Teilnahme für Mitglieder ist kostenlos. Nicht-Mitglieder zahlen € 5,00 pro Person.
Weitere Informationen zur Samstagskultur erhalten sie unter: Tel. 0043 (0) 5672 / 72 304 oder unter shop@museum-reutte.at

Ort: Museum im Grünen Haus, Reutte

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