Vortrag "Ein spätberufener Kopist" - Karl Selb, Leben und Werk

Im Rahmen der großen Sommerausstellung „Das Gesetz der Harmonie – Klassizistische Maler im Außerfern wird Klaus Wankmiller am Donnerstag, den 8. September 2022, um 19 Uhr im Museum im Grünen Haus in Reutte einen Vortrag über den Maler Karl Selb halten. Von diesem Künstler sind Originalwerke ausgestellt, die nur selten öffentlich zu sehen sind. Interessierte haben vor dem Vortrag bereits um 17:30 Uhr die Möglichkeit an einer Kuratorenführung teilzunehmen.

Karl Selb wurde am 12. November 1760 in Stockach als erstes von zwölf Kindern geboren. Bei der Ausmalung der Pfarrkirche von Elbigenalp war er 19 Jahre alt und dürfte erste Erfahrungen bei Johann Jakob Zeiller gemacht haben. 1792 malte er selbst die Bilder in der Pfarrkirche in Bach. Erst mit fast 40 Jahren ging er als Spätberufener an die Akademie nach Düsseldorf. Später arbeitete mit seinem Bruder Josef Anton in München und malte das komplette Bildprogramm für die Pfarrkirche in Häselgehr. 1809 kehrte er wieder ganz ins Lechtal zurück. In vielen Außerferner Kirchen finden sich seine Werke. Im Rahmen der Sonderausstellung werden Bilder gezeigt, die noch in der Öffentlichkeit zu sehen waren. So konnte neue Signaturen des Künstlers und seines Bruders gezeigt werden. Selb gilt als Übergangsmaler zum Klassizismus hin und kopierte oft Werke großer Meister. Er starb am 15. Juni 1819 in seiner Heimatgemeinde.

Ort: Museum im Grünen Haus, Reutte

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