Vortrag "Ein Farbenreiber Zeillers" - Johann Christoph Haas, Leben und Werk

Im Rahmen der großen Sommerausstellung „Das Gesetz der Harmonie – Klassizistische Maler im Außerfern wird Klaus Wankmiller am Donnerstag, den 7. Juli 2022, um 19 Uhr im Museum im Grünen Haus in Reutte einen Vortrag über den Maler Johann Christoph Haas halten. Von diesem Künstler sind Originalwerke ausgestellt, die nur selten öffentlich zu sehen sind. Interessierte haben vor dem Vortrag bereits um 17:30 Uhr die Möglichkeit an einer Kuratorenführung teilzunehmen.

Johann Christoph Haas aus Reutte wurde am 27. Dezember 1753 in Breitenwang getauft. Sein Vater war Kaufmann und stammte aus einer Lehrerfamilie aus Hallein. 1752 heiratete er Anna Maria Schmitzer aus Reutte. Die Familie hatte guten Kontakt zur Malerdynastie Zeiller. So verwundert es nicht, dass der junge Haas Interesse am Malerberuf hatte. Er ging um 1765 in die Lehre zu Franz Anton Zeiller, der ihn nach Südtirol mitnahm. In Brixen wird der Schüler „Farbenreiber Zeillers“ genannt. Nach 1780/85 dürfte Haas ins Außerfern zurückgekehrt sein, wo er einige Werke hinterließ. Man kann ihn als Übergangsmaler vom Rokoko zum Klassizismus bezeichnen. Haas wirkte bis um 1810 im Außerfern, dann verlieren sich seine Spuren. Er starb völlig verarmt 1829 in Schwäbisch Gmünd.

Bild: Selbstportrait von Johann Christoph Haas im Museum im Grünen Haus in Reutte.

Ort: Museum im Grünen Haus, Reutte

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